SCHMERZ im NACKEN
chronischer Schmerz im Nackenbereich, in der Nackenregion

Wer zahlt eigentlich eine erforderliche, stationäre Rehabilitationsbehandlung?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern, sofern die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist. Sie ist auch zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder Pflegebedürftigkeit vorzubeugen". Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die "Behandlungen der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw. Wiedereingliederung ins Berufsleben dienen". Wenn also Ihre Rentenversicherung in diesem Sinne laut Bescheid keinen Handlungsbedarf sieht, dann ist offensichtlich Ihre Krankenkasse für die Kostenübernahme der stationären Rehabilitation zuständig. Hinzu kommt seit dem 1.4.2007, daß laut dem Bundesministerium für Gesundheit alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt sogar selbst aussuchen können. Die Originaltexte finden Sie hier: http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st.

Abgesehen von harmlosen, vorübergehenden Muskelverspannungen, hervorgerufen durch falsches Sitzen oder Liegen, tritt ein Sch merz im Nac ken hauptsächlich im Rahmen eines sog. Halswirbelsäulensyndrom s (= Sammelbegriff für einen von der Halswir belsäule ausgehenden oder den Halswirbelsäulenbereich betreffenden Schmerz) auf.Weitere möglichen Ursachen bzw. Krankheiten sind weiter unten aufgelistet.

Auflistung der wichtigsten vertebragenen (= wirbelsäulenbedingten) Ursachen für einen Sch merz im Nac ken:

Die mit Abstand häufigste Ursache für einen Sch merz im Nac ken sind von der Halswir belsäule selbst ausgehende Störungen, hauptsächlich im Bereich der gelenkigen Wirbelverbindungen, die sog. "Wirbelblockierungen".
In der Regel klagen die Patienten über einen
Sch merz im Nac ken, der in die Schulter n, manchmal bis in die Arme und/oder auch in den Hinterkopf (z.T. bis zur Stirn) ausstrahlen kann. Meist ist die Muskula tur neben der Wir belsäule verhärtet, häufig verbunden mit einer schmerzhaft eingeschränkten Kopfbeweglichkeit. Vielfach besteht auch Klopfschmerzhaftigkeit über den Dornfortsätzen der Halswir belsäule.
Zum Ausschluß eines die Ner venwurzeln betreffendes Krankheitsgeschehens (radikuläre Symptomatik), bedarf es immer einer fachlichen Abklärung (Neurologie, Radiologie).
Heftigste Schmerzzustände mit Muskelhartspann und dadurch erzwungener Fehlhaltung (Schiefhaltung) werden als „akuter Tortikollis“ bezeichnet.

Die Halswir belsäule unterteilt sich in drei Abschnitte, entsprechend können zu einem Sch merz im Nac ken weitere Beschwerden hinzutreten.

Es gibt aber noch mehr Krankheiten, die auch mit einem Sch merz im Nac ken einhergehen können (für weitere Informationen einfach anklicken):

Besteht ein chronischer Sch merz im Nac ken längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

Es ist abschließend noch darauf hinzuweisen, daß ein akuter Schmerz im Nacken das Leitsymptom (= deutlich hinweisendes Krankheitszeichen) einer Meningitis (= Hirnhautentzündung) sein kann, eine lebensbedrohliche Erkrankung. In typischer Weise wird dabei aber der Kop f überstreckt gehalten.

Erläuterungen:

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.

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